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Grabstein erinnert an Pfarrer Rudolf Eberhard

Veröffentlicht vor 7 Wochen am 24. Oktober 2018.

Anfang Oktober hat Dr. Traugott Eberhard, Sohn von Pfarrer Rudolf Eberhard, den Grabstein seiner Eltern nach Spremberg gebracht, da die Grabstelle in Eilshausen bei Herford aufgelöst wurde. Im Garten des Gemeindehauses der Kreuzkirchengemeinde Spremberg wird der Grabstein an Pfarrer Rudolf Eberhard erinnern. Rudolf Eberhard war von 1930 bis 1959 Pfarrer der ehemaligen Landkirchengemeinde Spremberg. Hervorzuheben ist sein Wirken von 1933 bis 1945. Es war die Zeit der Nationalsozialisten, die zu besonderen Belastungen in der Ausübung seines Amtes durch den sogenannten Kirchenkampf führte, vor allem ausgelöst durch anhaltende Auseinandersetzungen zwischen dem an der Stadtkirche (Kreuzkirche) tätigen Pfarrer der Deutschen Christen und ihm als Mitglied der Bekennenden Kirche. Diese führten zu einer ständigen Überwachung seiner kirchlichen Tätigkeit durch die Gestapo und gipfelten in einem Gefängnisaufenthalt und einer Ausweisung aus Spremberg für sechs Monate. Dieses Aufenthaltsverbot war mit einer entsprechend langen Trennung von seiner Frau und der Familie verbunden, die im Pfarrhaus Kirchplatz 7 wohnte. Rudolf Eberhard war zuletzt in Eilshausen/Westfalen als Pfarrer tätig, wo er und seine Frau die letzte Ruhe fanden. In den Spremberger Heimatkalendern 2014 bis 2016 wird über Pfarrer Rudolf Eberhard und die Zeit des Kirchenkampfes eindrucksvoll berichtet.