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Wendisch-deutscher Gottesdienst

Veröffentlicht vor 2 Wochen am 29. September 2019.

Nach 150 Jahren gab es in Spremberg wieder einen Wendisch-deutschen zweisprachigen Gottesdienst

Ein Deutsch-Wendischer Gottesdienst fand am Sonntag (17. März 2019) in der einstigen Wendischen Kirche, welche sich heute als Gemeindehaus neben der Kreuzkirche befindet, statt. Eingeladen hatten die Kreuzkirchengemeinde, Michaelkirchengemeinde und der ,,Verein zur Förderung der wendischen Sprache in der Kirche". Der Gottesdienst stand unter dem Namen ,,Reminiscere miserationum tuarum - Denke an dein Erbarmen Herr!" Die Predigt zum Sonntag Reminiscere hielt Pfarrer i.R. Helmut Huppatz. Die Orgel spielte Maximilian August aus Gosda. Der Chor ,,Luzyca" aus Cottbus gestaltete den Gottesdienst mit. Der Verein wurde 1994 als Förderverein zum Gebrauch der wendischen Sprache in der Kirche gegründet. Über viele Jahre beschränkte sich unser Wirken auf Cottbus und die nähere Umgebung sagt Brigitte Sakretz. Wir sind aber bemüht, viele Kirchengemeinden im ehemaligen Siedlungsgebiet der Wenden in unsere Arbeit einzubeziehen. Die 1988 gegründete ,,Arbeitsgruppe wendischer Gottesdienst" , die sich aus Theologen und Gemeindemitgliedern verschiedener Kirchengemeinden unserer Region zusammensetzt, werden wendische und wendisch-deutsche Gottesdienste vorbereitet und mit den jeweiligen Kirchengemeinden gestaltet. Einen Zweisprachigen Sonntagsgottesdienst in Spremberg gab es seit 150 Jahren nicht mehr. Insgesamt seien mehr als 250 Gottesdienste in wendischer Sprache oder wendisch-deutsch gefeiert worden.

(Foto: Chor Luzyca)

Text und Foto: Detlef Bogott