Rückblick auf den Zoom-Gottesdienst mit unserer Partnergemeinde in Crested Butte(USA).

Die Predigt von Lukas Pellio gibt es hier zum Nachhören. Wie in der Predigt angekündigt hier auch die Links zu der Dokumentation über die Überlebenden des rechtsextremen Anschlags in Hanau vor einem Jahr und zu dem Podcast über den NSU-Prozess.


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Angedacht – aus den Kirchlichen Nachrichten Februar / März 2021

Die Auftragsbücher sind voll

In Zeiten von Corona müssen wir damit leben, dass nicht alles möglich ist. Vor allem Künstler, Gaststätten und noch viele andere haben Wochen erlebt, mit wenigen bis gar keinen Aufträgen.

Wir Christen hingegen haben volle Auftragsbücher. Im letzten Jahr sagte der Gesundheitsminister Jens Spahn: „Wir werden in ein paar Monaten wahrscheinlich viel einander verzeihen müssen.“ – Na, wenn das nicht unsere Kernkompetenz, unser Hauptgeschäft ist.

Vergebung, die Fähigkeit, die Schuld des anderen nicht länger festzuhalten. Keine Vergeltung zu fordern, giftige Gedanken loszuwerden. Verstehen Sie mich bitte nicht falsch, das ist je nach Schuld nicht einfach. Und doch ist es eine Kernaufgabe. Vergeben, weil uns vergeben wurde, für unsere eigene Freiheit und Gesundheit. Jesus Christus spricht: „Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist!“ Lukas 6,36

Die Jahreslosung für dieses Jahr erinnert uns an eine weitere Fähigkeit, die wir in diesem Jahr besonders brauchen werden: Barmherzigkeit, die Fähigkeit, mir das Leid oder die Situation des anderen nahe gehen zu lassen. Die Not des anderen auf den eigenen Magen schlagen zu lassen. Was das heißt und wie das geht, hat uns Jesus vorgemacht. Gerade im Umgang mit den Schwächsten und Ärmsten, in der Begegnung mit den Kranken, Einsamen hat Jesus zugehört und je nach Möglichkeit und Notwendigkeit geholfen. Dem reichen Jüngling hilft Jesus mit einer herausfordernden Frage, den Pharisäern hilft Jesus, indem er sie kritisch hinterfragt und dem Verbrecher am Kreuz hilft er mit der Hoffnung auf unverdiente Erlösung.

Wir werden in diesem Jahr viel Barmherzigkeit brauchen. Bei Entscheidungen, die über unsere Köpfe hinweg getroffen werden und die unseren Alltag stark verändern und einschränken. Dort, wo Konflikte nur noch per E-Mail und Textnachrichten ausgehandelt werden. Da, wo der klärende Blick des anderen fehlt und die Not des anderen manchmal einfach übersehen wird.

Bei alle dem dürfen wir mit der Barmherzigkeit Gottes rechnen, der sieht, der hört und versteht. Da brauchen wir Barmherzigkeit untereinander, die den anderen sehen will, verstehen will und helfen will, weil die Not des anderen auf meinen Magen schlägt.

In den Familien, zwischen den Gemeinden, in unserer Stadt. Unsere Auftragsbücher sind voll.

Jesus Christus spricht: „Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist!“ Lukas 6,36

Prediger Andreas Heydrich


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