Herzlich willkommen

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

oft wurde mir gesagt: „Jesus ist dein Freund“. Und es stimmt: Ich darf all meine Probleme zu ihm bringen, er ist immer für mich da!

Christsein sollte jedoch nicht allein auf dieser Ebene bleiben. Jesus machte seinen Jüngern klar, dass er auf der Suche nach Freundschaft ist: einer vertrauensvollen Beziehung zwischen zwei Parteien, bei der durch beide Seiten hingebungsvoll geliebt wird (vgl. Joh. 15,8–17). Er nannte die Jünger seine Freunde, weil er ihnen alles, was er vom Vater gehört hat, weitergab. Er hat ihnen sein Herz preisgegeben. Und Jesus hat gezeigt, wie tief seine Liebe für seine Freunde war: „Niemand liebt mehr als einer, der sein Leben für seine Freunde opfert.“ Mit dieser Liebe hat Jesus seine Jünger geliebt, indem er ihre Schuld auf sich nahm und Gottes Vergebung am Kreuz demonstrierte.

Diese Liebe gehört zur Freundschaft mit dem Sohn Gottes, so wie auch der Aspekt der Gehorsamkeit: „Ihr seid meine Freunde, wenn ihr mein Gebot befolgt.“ (Joh. 15,14). Dieses Gebot kennen die meisten von uns: „Ihr sollt einander so lieben, wie ich euch geliebt habe“ (Joh. 15,12). Jesu Anliegen ist es, dass die Gemeinschaft seiner Jünger von hingebungsvoller Liebe geprägt ist.

Wie sieht unsere Gemeinschaft heutzutage aus? Ich muss ehrlich sagen, dass ich mich manchmal wie ein treuloser Freund fühle. Das wird bei den Jüngern nicht ganz anders gewesen sein. Jesus aber macht uns Mut, weiterhin in dieser Freundschaft zu bleiben: „Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt. Ich habe euch dazu bestimmt, reiche Frucht zu bringen“ (Joh. 15,16). Wie wichtig ist es, dass uns immer wieder bewusst wird, dass nicht wir Jesus, sondern Jesus uns auserwählt hat. Er will unsere Aufmerksamkeit auf sich lenken, damit wir Frucht bringen. Wenn wir weiterhin ganz auf ihn vertrauen und uns an ihm orientieren, dann werden wir die Wirkung seines Segens zunehmend unter uns erfahren.

Benjamin Rave
Jugendwart


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