Herzlich willkommen

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Angst ist das wesentlichste Instrument des Teufels. Mit der Angst vereinnahmt er ganze Völker. Dass die Bibel die Schlange nahm, als Umschreibung des Teufels, ist ja nicht nur literarisch gekonnt, sondern auch Ausdruck erfahrener Angst: das Kaninchen, der Vogel ist verloren, der in die Augen der Schlange starrt! Wir Menschen sind verloren wenn wir in die Angst starren. Angst macht uns immer zum Diener des Bösen. Darum sagt die Bibel: Liebe treibt Angst aus. Das heißt, Jesus treibt den Teufel aus. Und er tut es!

Jesus hatte Angst selbst erfahren: „Mir ist so bange.“ sagt er. (Lk. 12, 50) Deshalb ist jeder schlecht beraten, der nur auf den sogenannten „historischen Jesus“ schaut, der nur den klugen Lehrer oder den begabten Heiler sieht.

Wenn wir das tun, dann laufen wir wie die Marktschreier vor und rufen: „He! Ich kenne einen der wirklich ganz toll ist!“ Allerdings – übernehmen wir uns dann nicht auch? Sobald wir vorlaufen, ist Angst da. Sobald wir nachfolgen, ist Angst nicht da. Darum sagt der Herr: „Folge mir nach! In der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden.“ (Joh. 16,23)

Angstfrei leben, das heißt für mich: Jesus immer vor mir zu haben, heißt ER ist „Sonne und Schild“! Klar, dabei kann uns auch ein Satz von Martin Luther ernüchternd deutlich werden: „Wir sind Bettler. Das ist wahr.“

Aber das wir in der Nachfolge Jesu Angstfreiheit erleben können, das gehört zu den großen Erfahrungen des Glaubens. Sind wir schon so weit? Ich glaube, viele Menschen warten darauf, dass wir es zeigen!

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Pfr. Wolfgang Selchow


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