Herzlich willkommen

Womit können wir das Reich Gottes vergleichen?
(Markus 4,30)

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

eines Abends las ich meiner Tochter gerade eine Gute-Nacht-Geschichte vor, als sie die Aufmerksamkeit plötzlich auf einen gemalten Baum an der Wand lenkte und sagte: „Der Baum wächst.“ Überrascht darüber, dass ein 3-jähriges Mädchen über so etwas nachdenkt, begann ich darüber nachzusinnen, wie aus einem winzigen Samen ein großer Baum werden kann. Mir fielen die Worte von Jesus aus Markus 4,30-32 ein, wo er auf ähnliche Weise von dem Senfkorn redet und es mit dem Reich Gottes vergleicht.

„Womit wollen wir das Reich Gottes vergleichen, und durch welches Gleichnis wollen wir es abbilden? Es ist wie mit einem Senfkorn: Wenn das gesät wird aufs Land, so ist‘s das kleinste unter allen Samenkörnern auf Erden; und wenn es gesät ist, so geht es auf und wird größer als alle Kräuter und treibt große Zweige, sodass die Vögel unter dem Himmel unter seinem Schatten wohnen können“.

Dieses Bild kann ich auf die Anfänge des Christentums und die Wirkung, die von diesem einen Mann aus Nazareth ausgegangen ist, beziehen. Seine Wirkungsgeschichte ist wie ein Baum, der einst als etwas ganz Kleines seinen Anfang nahm und nun so groß ist. Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, wie besonders es eigentlich ist, dass im Jahr 2018 nach Christus, Menschen wegen des Glaubens an diesen Christus zusammenkommen?

Zu realisieren, wie besonders es ist, dass das Reich Gottes sogar für mich eine Realität geworden ist, macht mir Mut weiterzumachen. Auch, wenn ich nicht sehe, wie genau das Reich Gottes wächst, darf ich mich darauf verlassen, dass es wächst.

Liebe Geschwister, lasst uns nicht müde werden, uns für das Evangelium einzusetzen. Wir dürfen darauf vertrauen, dass das Reich Gottes auch durch die kleinen Dinge, die wir in seinem Namen tun, jedes freundliche Wort, das wir aussprechen, jede Hilfe, die wir leisten und jedes Gebet, wächst!

Ihr Jugendwart
Benjamin Rave


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