Herzlich willkommen

Da sie den Stern sahen, wurden sie hocherfreut.
Matthäus 2,10

Liebe Leserinnen und Leser,

ich stelle mir eine Gruppe von Wissenschaftlern vor, die gemeinsam auf dem Weg sind. Das Ziel ist eine Beobachtung, die alle gemacht haben und die Erwartung, dass mehr dahinter steckt.

Es könnte unglaublich peinlich werden, wenn nichts ist, wenn der Stern, die Erscheinung, so besonders sie auch ist, nichts bedeutet. Und trotzdem haben sie sich auf den Weg gemacht, die Weisen aus dem Morgenland.

Ich stelle mir die Diskussionen und Streitgespräche vor, welche sie führen, denn jeder weiß, Fachleute sind selten der gleichen Meinung. Die erste Hoffnung, der Königshof, ist dann auch gleich die erste Enttäuschung, die die Fragen nach dem Aufwand und den Kosten, der verlorenen Zeit etc. befeuert.

Als sie aber in Bethlehem ankommen und der Stern wieder zu sehen ist – viel deutlicher als sonst und über einem ganz bestimmten Haus – da fällt alles ab. Alle Zweifel und Unsicherheiten, alle Unterschiede. Da sind sie einfach hocherfreut, begeistert, wie es der Monatsspruch für Dezember aus Matthäus 2,10 sagt.

Ich stelle mir vor, wie wir Christen gemeinsam unterwegs sind. Innerhalb jeder Gemeinde, innerhalb unserer Stadt. Der Weg ist nicht immer einfach, bei dem einen drückt der Schuh und dem anderen juckt das Hemd. Manchmal fragt man sich, ob der Aufwand lohnt, ob der gelegentliche Ärger Sinn macht.

An Weihnachten werden wir wieder mit dem Stern konfrontiert, von dem die Weisen nicht viel mehr wissen, als dass er besonders und mit einem König verbunden ist.

An Weihnachten werden wir an unseren Herrn Jesus Christus erinnert und Gottes Liebe, die ihn uns geschenkt hat. Den einen, auf den wir Christen alle sehen und bei dessen Anblick alle Unterschiedlichkeit und alles Anstrengende sein Gewicht verliert, denn er ist das Leben und er hat das Leben.

Und mit diesem Eindruck können wir vielleicht in das neue Jahr starten, in dem uns die Jahreslosung einen besonderen Auftrag gibt: „Suche Frieden und jage ihm nach!“ (Psalm 34,15)

Ihr Prediger Andreas Heydrich


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