Herzlich willkommen

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

jedes Jahr in der Adventszeit, wenn wir uns auf das Kommen unseres Herrn vorbereiten, ruft Johannes es uns zu: „Bereitet dem Herrn den Weg!“

Wir wollen ja, dass unser Herr kommt. „Dein Reich komme.“, beten wir. Und Martin Luther schreibt im Kleinen Katechismus dazu: „Gottes Reich kommt auch ohne unser Gebet von selbst, aber wir bitten in diesem Gebet, dass es auch zu uns komme.“

Meist glauben wir aber nicht so recht, dass das Reich Gottes ohne unser Zutun kommt.

Und so nehmen wir alle unsere kleinen Schäufelchen und fangen an, hier und da zu graben und versuchen, die Lage zu verbessern, auf dass unser Herr und Heiland kommen möge.

Wir geben uns wirklich Mühe: „Alle Täler sollen erhöht werden, und alle Berge und Hügel sollen erniedrigt werden, und was uneben ist, soll gerade, und was hügelig ist, soll eben werden.“ (Jes. 40,4) Ein gerader, guter Weg, damit das Himmelreich kommen möge. Oft aber ist alles, was wir mit all unserem Buddeln und Schaufeln erreichen, dass wir die Schlaglöcher noch vermehren. Und damit das Risiko noch vergrößern, dass andere Leute zu Schaden kommen.

Wann immer wir das Gefühl haben, wir sollten der Aufforderung des Täufers folgen, unsere Schaufeln nehmen und unsere Bulldozer in Bewegung setzen, sollten wir zuerst eine kleine Auszeit nehmen und sicherstellen, dass was wir da vorhaben, wirklich Gottes Plan entspricht. Denn es ist ja sein Weg und nicht unserer. Und er wird am Ende zu uns kommen auf seinem Weg.

Eine gesegnete Adventszeit!
Pfarrerin Astrid Schlüter


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