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Unser Holland - Besuch vom 17. - 20. Mai 2019

Veröffentlicht vor 2 Monaten am 26. Juni 2019.

Wieder einmal besuchten wir die Partnergemeinde der Bethlehem-Kirche in Hilversum mit dem Zug. Nach dem Wechsel der Lok in Bad Bentheim erreichen wir um 15.30 Uhr Hilversum und werden von Olaf sowie den anderen Gastgebern am Bahnsteig begrüßt.

Hilversum ist eine ohne Stadtrechte bestehende Gemeinde in den Niederlanden mit 90.253 Einwohnern (Stand 31. Januar 2019) in der Provinz Nordholland. Hilversum liegt im Gooiland, einem Gebiet mit Heide, Wald, Wiesen und kleinen Seen. Die Stadt ist 30 km südöstlich von Amsterdam und 25 km nördlich von Utrecht gelegen. Sie hat drei Bahnstationen: Hilversum Noord, Hilversum (beide an der Linie Amsterdam – Amersfoort – Groningen / Hengelo – Berlin) und Hilversum Sportpark. Autobahnen verbinden die Stadt mit Utrecht (A27) und Amsterdam (A1). Die Gemeinde, bis etwa 1820 ein Bauerndorf, gilt als „Medienstadt“, da sie das Rundfunk- und Fernsehzentrum der Niederlande bildet. Der niederländische Rundfunk sendet hier seit 1918; im vorigen Jahr gab es dazu eine Feier zum 100 jährigen Jubiläum. Zahlreiche Radio- und Fernsehstudios sind hier angesiedelt. Außerdem gibt es in Hilversum noch etwas Industrie sowie eine große Rangier- und Wartungsanlage der Niederländischen Eisenbahnen. Seit mehr als einem Jahrhundert ist Hilversum beliebt als Wohnort für Pendler aus Amsterdam.

Nach der Ankunft in der Bethlehem-Kirche gibt es Kaffee, Tee und Gebäck. Und natürlich erste Gespräche. Wir sind von der modernen Gestaltung der Kirche sehr beeindruckt. Nach dem Frühstück bei den Gastgebern treffen wir uns am Sonnabend (18. Mai) in der Kirche und sprechen über ökomenische Fragen. Die Pfarrerin Jetty Scheurwater leitet die Veranstaltung. Um 12.00 Uhr starten wir mit dem Bus nach Haarlem. Unser Ziel in Haarlem ist nach einem kurzen Bummel durch das Stadtzentrum das Corrie Ten Boom - Museum. Corrie ten Boom, eigentlich Cornelia Arnolda Johanna ten Boom (* 15. April 1892 in Amsterdam; † 15. April 1983 in Placentia, Kalifornien), war eine niederländische Christin und Judenretterin, die während der nationalsozialistischen deutschen Besetzung der Niederlande eine Untergrund-organisation gründete, mit der zahlreiche Juden vor dem Holocaust gerettet wurden. Dafür wurde sie später von der Holocaustgedenkstätte Yad Vashem in Israel mit dem Ehrentitel "Gerechte unter den Völkern" ausgezeichnet.

Haarlem ist eine Stadt in der Region Kennemerland-Süd und die Hauptstadt der Provinz Nordholland in den Niederlanden. Die Stadt liegt am Fluss Spaarne, was ihr den Beinamen Spaarnestad eingebracht hat. Die Gemeinde Haarlem zählt 161.404 Einwohner (31. Januar 2019) und ist Sitz von zwei katholischen Bischöfen, einer des altkatholischen Bistums Haarlem und einer des römisch-katholischen Bistums Haarlem-Amsterdam. Das größte Gotteshaus der Stadt ist die Grote Kerk genannte St.-Bavo-Kirche. 1578 wurde an dieser Kirche die Reformation eingeführt, heute ist sie evangelisch-unierte Pfarrkirche. Haarlem unterhält Städtepartnerschaften mit Osnabrück (seit 1961) sowie dem westfranzösischen Angers (seit 1964). Danach fahren wir mit dem Bus nach Zandvoort. Zandvoort liegt direkt an der Nordsee und bietet seinen Besuchern einen neun Kilometer langen Sandstrand. Eine fast sechs Kilometer lange Strandpromenade lädt zum Bummeln ein und bietet einen wunderbaren Blick auf Strand und Meer. Ebbe und Flut sind in Zandvoort nur gering ausgeprägt, so dass Baden den ganzen Tag möglich ist. Um 19.00 Uhr sind wir von unserem Ausflug mit dem Bus zurück. In der Kirche erwartet uns ein festliches Abendessen, vorbereitet und angerichtet von Spezialisten der Gemeinde. Am Sonntag, den 19. Mai feiern wir Gottesdienst mit der Gemeinde und überreichen unser Gastgeschenk. Anschließend ist traditionell "Kirchen-Kaffee" für alle. Am Nachmittag fahren wir mit der S-Bahn nach Amsterdam - in die Hauptstadt der Niederlande. Piet und Corne sind unsere sachkundigen Stadtführer. Oblgatorisch haben wir eine Grachten-Rundfahrt gebucht, um einige Highlighst von Amsterdam im Schnelldurchlauf, aber bequem im Boot sitzend, zu sehen. Amsterdams historisches Grachtenviertel ist nicht ohne Grund auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes. Unzählige Wasserstraßen führen durch die malerische Innenstadt, wo man traditionelle Brücken, Hausboote, Kirchen und Handelshäuser aus dem 17. Jahrhundert findet. Eine Amsterdamer Grachtenrundfahrt ist eine der besten Möglichkeiten, um all die schönen Sehenswürdigkeiten der Stadt zu erkunden. Nach einem Bummel durch die Altstadt finden wir ein gemütliches Plätzchen zum Essen und Entspannen in der Nähe eines Wochenmarktes. Am Montag, den 20. Mai, feiern wir den Abschieds-Gottesdienst mit Reisesegen im Raum der Stille. Unsere Gastgeber bringen uns zum Bahnhof in Hilversum und wir starten pünktlich um 11:25 Uhr in Richtungt Heimat. Wir bedanken uns für die herzliche Gastfreundschaft!

Unsere Gastgeber in Hilversum waren: Pfarrerin Jetty Scheurwater, Olaf und Christa Streutker, Bea und Jogchum Kooi, Marjan Sluiter, Anneke Reiche, Peter und Anita den Uil, Piet Meinderstma, Corne van Zandwijk und Carla Slot-Hulfker.

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Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Holland und den Niederlanden? Die offizielle Bezeichnung des Landes lautet "Königreich der Niederlande". Seit 1814 sind die Niederlande eine konstitutionelle Monarchie. Der König ist Staatsoberhaupt und bildet zusammen mit den Ministern die Regierung. Orange ist die Farbe der niederländische Königsfamilie. Mit 17 Millionen Einwohnern und einer Bevölkerungsdichte von 488 Einwohnern pro km2 sind die Niederlande das am dichtesten besiedelte Land der EU und eines der am dichtesten bevölkerten Länder der Erde. Die Gesamtfläche der Niederlande beträgt 41.500 km2. Amsterdam ist die Hauptstadt, aber die Regierung sitzt in Den Haag. Über 40 % der Gesamtbevölkerung wohnen in der Randstad, dem Ballungsraum aus den Städten Amsterdam, Rotterdam, Den Haag und Utrecht. Nahezu ein Drittel der Niederlande liegt unter dem Meeresspiegel. Der tiefste Punkt der Niederlande ist Nieuwerkerk aan den IJssel (-6,76 Meter unter dem Amsterdamer Pegel), der höchste Punkt der Niederlande ist der Vaalserberg (323 Meter) am Dreiländereck. Der Rhein aus Deutschland und die Maas aus Belgien strömen quer durchs Land und münden bei Rotterdam in die Nordsee. Rotterdam ist der größte Hafen in Europa. Das Fahrrad ist das beliebteste Verkehrsmittel in den Niederlanden. Circa 35.000 km gut ausgebaute Radwege kann man benutzen. Parkprobleme mit Fahrrädern gibt es kaum; auch Brückengeländer (innen und außen) werden genutzt. Holland besteht nur aus den beiden Provinzen Noord-Holland und Zuid-Holland. Dennoch wird der Begriff Holland häufig verwendet, wenn man von den Niederlanden spricht. Die Niederlande setzen sich aus 12 Provinzen zusammen. Zwischen 1588 und 1795 war das Gebiet der heutigen Niederlande die "Republik der sieben vereinigten Niederlande". 1795 eroberten französische Truppen das Land, das damit zur Batavischen Republik wurde. Napoleon ernannte 1806 seinen Bruder Louis zum König und die Niederlande waren ein Königreich. Nach dem Sturz Napoleons behielten die Niederlande die Staatsform der Monarchie bei. Das Gebiet Holland leistete in dieser Zeit den größten Beitrag zur Wirtschaft und Wohlfahrt des gesamten Landes. Deshalb diente Holland im Ausland als Bezeichnung für das gesamte Land. Holland hat bereits seit Jahrhunderten eine Hass-Liebe zum Wasser. Und das ist nicht so verwunderlich, wenn man bedenkt, dass ein Viertel Hollands unter dem Meeresspiegel liegt. Das bedeutet, dass sich die Holländer von jeher gegen das Wasser schützen mussten, denn die Hochwasserkatastrophe von 1953 soll sich nie mehr wiederholen. Sie entwickelten deshalb die Fertigkeit, massive Deiche zu bauen, unter anderem die Deltawerke. Das bedeutet auch, dass die Holländer einen großen Teil ihres Landes dem Meer und den Seen abgetrotzt haben. Bereits seit dem 11. Jahrhundert wurde Land gewonnen, indem man die ange-schwemmten Gebiete entlang der Küste mit Deichen gegen das Meer schützte. Ab dem 16. Jahrhundert begann man Seen mithilfe von Windmühlen trocken zu legen, vielfach in der Provinz Noord-Holland.

Tipp für den nächsten Besuch in Amsterdam: Das Rijksmuseum ist das größte Museum in den Niederlanden. Es wird oft in den Top 10 der wichtigsten europäischen Museen gezeigt, zusammen mit dem Louvre in Paris, dem Guggenheim in Bilbao und dem Tate Modern and British Museum in London. Das Rijksmuseum verfügt über eine umfangreiche Sammlung von über einer Million Objekten mit über 8.000 Exponaten, darunter Gemälde, Skulpturen und historische Artefakte. Einige der Höhepunkte der Sammlung umfassen eine Auswahl der wertvollsten Gemälde von Rembrandt, wie die Nachtwache (1642), die Steinbrücke (1637) und Jeremiah, der über die Zerstörung Jerusalems klagt (1630). Das Rijksmuseum zeigt auch Werke von Johannes Vermeer, Frans Hals und Vincent van Gogh.


Pfingst-Highlight am Stausee

Veröffentlicht vor 3 Monaten am 13. Mai 2019.

In genau 4 Wochen ist es wieder soweit: In der Morgensonne füllt sich der Südstrand am Spremberger Stausee mit einer großen Menschentraube. Es ist Pfingstmontag. Wenn das Wetter mitspielt, dürften es über 500 Besucher aus Spremberg und Umgebung sein, die gemeinsam Gottesdienst feiern.

Mit dabei ist ganz traditionell der Gospelchor mit Band und in diesem Jahr Wilfried Hacker aus Cottbus, der uns die Predigt halten wird. Thema: #aufleben. In einem lebendigen Gottesdienst mit viel Musik und einer Theaterszene wird es auch zwei Taufen im Stausee geben.

Für das gemeinsame Mittagessen im Anschluss dürfen gern Salate und Snacks für das große Buffet mitgebracht werden. Für Getränke und Grillwürste wird gesorgt. Der Umwelt zuliebe darf gern eigenes Geschirr & Besteck mitgebracht werden.

Das Vorbereitungsteam freut sich auf ein gesegnetes und fröhliches Beisammensein am Stausee. Herzliche Einladung!

Pfingstmontag, 10.06.2019, 10.30 Uhr, Spremberger Stausee, Südstrand (Klein Döbbern)


Rückschau: Reformation

Veröffentlicht vor 9 Monaten am 17. November 2018.

Zum zweiten Mal erlebten wir einen gelungenen Reformations-Gottesdienst, welcher vom Stadtgottesdienst-Team ausgerichtet wurde.

Über 350 Gäste hatten sich in der Kreuzkirche eingefunden, zum gemeinsamen Singen, Beten und Hören. Es gab Musik von einer 6-köpfigen Projekt-Band, kurze Theaterszenen von Kindern und Erwachsenen aus Spremberg und eine anschauliche Predigt von Pfr. Hans-Georg Filker aus Berlin.

Anschließend war Zeit für Gespräche, leckere Suppen, Stockbrot am Lagerfeuer und vieles mehr.

Video zum Gottesdienst

Predigt zum Nachhören:


Reformations-Gottesdienst

Veröffentlicht vor 10 Monaten am 28. Oktober 2018.

Am 31. Oktober erstrahlt die Kreuzkirche wieder in einem ganz besonderen Licht.

Nachdem zur Jubiläumsfeier im Jahr 2017 ein gelungener Gottesdienst gefeiert wurde, hat sich auch diesmal das Stadt-Gottesdienst-Team zusammen gesetzt und ein vielfältiges Programm ausgearbeitet. Die Predigt hält Pfarrer Hans-Georg Filker aus Berlin. Das Thema lautet „Ich bin dann mal weg!“ und will gemeinsam mit allen Besuchern auf die Suche nach einer zeitgemäßen Frömmigkeit gehen. Sich auf den Weg machen, unterwegs sein, weg sein. Es gibt unterschiedliche Spuren zu entdecken.

Ab 15.00 Uhr inspirieren uns im Gottesdienst Theater, Musik und eine besondere Atmosphäre zu neuen Gedanken. Im Anschluss gibt es Lagerfeuer, Stockbrot und leckere Suppen.


Grabstein erinnert an Pfarrer Rudolf Eberhard

Veröffentlicht vor 10 Monaten am 24. Oktober 2018.

Anfang Oktober hat Dr. Traugott Eberhard, Sohn von Pfarrer Rudolf Eberhard, den Grabstein seiner Eltern nach Spremberg gebracht, da die Grabstelle in Eilshausen bei Herford aufgelöst wurde. Im Garten des Gemeindehauses der Kreuzkirchengemeinde Spremberg wird der Grabstein an Pfarrer Rudolf Eberhard erinnern. Rudolf Eberhard war von 1930 bis 1959 Pfarrer der ehemaligen Landkirchengemeinde Spremberg. Hervorzuheben ist sein Wirken von 1933 bis 1945. Es war die Zeit der Nationalsozialisten, die zu besonderen Belastungen in der Ausübung seines Amtes durch den sogenannten Kirchenkampf führte, vor allem ausgelöst durch anhaltende Auseinandersetzungen zwischen dem an der Stadtkirche (Kreuzkirche) tätigen Pfarrer der Deutschen Christen und ihm als Mitglied der Bekennenden Kirche. Diese führten zu einer ständigen Überwachung seiner kirchlichen Tätigkeit durch die Gestapo und gipfelten in einem Gefängnisaufenthalt und einer Ausweisung aus Spremberg für sechs Monate. Dieses Aufenthaltsverbot war mit einer entsprechend langen Trennung von seiner Frau und der Familie verbunden, die im Pfarrhaus Kirchplatz 7 wohnte. Rudolf Eberhard war zuletzt in Eilshausen/Westfalen als Pfarrer tätig, wo er und seine Frau die letzte Ruhe fanden. In den Spremberger Heimatkalendern 2014 bis 2016 wird über Pfarrer Rudolf Eberhard und die Zeit des Kirchenkampfes eindrucksvoll berichtet.