Turmstube

Die Turmstube in 30 Metern Höhe gibt es seit 2002. Die Mitglieder des Gemeindekirchenrates Alexander Adam und Gerd Heinze, die seitdem als Spremberger Türmer fungieren, haben mit Unterstützung anderer Helfer und Spender die Turmstube instandgesetzt und mit historischem Flair eingerichtet.

Seit nunmehr 12 Jahren bietet der kleine Raum mit seiner umlaufenden Bank maximal zwölf Personen Platz. In einem Turmbuch sind die gemütlichen Gästerunden verzeichnet, zu denen auch neue Ideen zum Wohle der Kirche, der Stadt und ihrer Bürger besprochen werden. Der Besuch der Turmstube ist beispielsweise jährlich zum Tag des offenen Denkmals möglich. Individuelle Termine können mit den beiden „Türmern“ vereinbart werden.

Geschichte

Doch eigentlich ist die Turmstube schon 282 Jahre an Ort und Stelle und ursprünglich war eine andere Nutzung vorgesehen. Der beim großen Spremberger Stadtbrand von 1705 zerstörte Turmaufbau wurde 1732 auf Veranlassung und mit finanziellen Mitteln des Herzogs Heinrich zu Sachsen-Merseburg barock neu errichtet. In diesem Zusammenhang forderte Herzog Heinrich verschiedene Maßnahmen, um in Zukunft gegen Brände und andere Gefahren gewappnet zu sein. So verlangte er den Einbau einer Turmstube und sagte die Bezahlung eines Türmers zu, der Brandwache halten und bei entstehenden Bränden in der Stadt sofort Alarm schlagen sollte.