Andacht von Famula Olga

Jesus spricht zu Thomas: „Weil du mich gesehen hast, darum glaubst du? Selig sind, die nicht sehen und doch glauben!“

Liebe Gemeinde, das hätte ja jetzt auch leichter beginnen können, mit meinem Andachtsvers! So bin ich: Ich will am liebsten sehen, damit ich mich überzeugen kann. ÜBERzeugen. Eigentlich ein bisschen zu viel! Es würde ja auch einfach ein Zeugnis reichen! Aber der Blick darauf, wirklich zu sehen, soll noch mehr sein. Ich will ganz viel Sicherheit – Vergewisserung!

Die letzten Monate, meine ersten Monate in der großen Gemeinde bei Ihnen, waren wie ein Wunder, dessen ich mich immer wieder versichern will. Kennen Sie das, ich kneife mich: Ist das wirklich wahr?

Ich verstehe Thomas in seinem Wunsch, sich zu versichern. Die Angst, den eigenen Augen und Sinnen nicht trauen zu können, zupft auch an meinem Herz. Jesus sagt: Selig sind, die nicht sehen und doch glauben. Ja! Ich will glauben. Zu mir ist gesprochen: Du darfst auf Gott, seine Allgegenwart und seine Führung vertrauen!

Wie geht es Ihnen, wenn etwas zu schön um wahr zu sein scheint? Ich wünsche Ihnen, dass Sie sich, wie ich, im Vertrauen und im Glauben üben können. Hat jemand zu Ihnen schon mal gesagt: „Wenn du mich wirklich liebst, dann tust du dies oder jenes!“ oder „Wenn du wirklich zu uns gehörst, dann machst du dies oder das!“? Haben Sie das vielleicht selbst schon mal zu jemandem gesagt? Wir wollen einen Beweis. Einen Beweis fordern, verrät meinen Wunsch, auf einem sichtbaren Fundament stehen zu können. Dann muss ich nicht mehr vertrauen. Darum, NEIN! Ich will keinen Liebesbeweis, Liebe dessen, der mich liebt! Ich will glauben, lieben und danach handeln.

Ich wünsche Ihnen eine gute Zeit. Ihre Famula Olga

Ansprechpartner:
Famula Olga Richert
1. April 2026
Famula Olga Richert
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