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Angedacht – aus den Kirchlichen Nachrichten Juni / Juli 2021

Gott ist nicht ferne von einem jeden unter uns.
Denn in ihm leben, weben und sind wir.
Apostelgeschichte 17,27

Treffen sich zwei Gemeindeglieder.
Der Erste: „Und?“,
der Zweite: „Muss.“,
der Erste wieder: „Mmh.“.

Eine zunächst nicht allzu tiefgründig scheinende Unterhaltung, die ich allerdings so oder so ähnlich in den vergangenen Wochen und Monaten immer wieder erlebt habe.

„Und, wie geht es Dir?“ „Wie soll es schon gehen? Muss ja.“

Für eine Zeit, in der uns nichts allzu gewiss zu sein scheint, fordert uns Paul Gerhardt auf, aktiv zu werden: „Geh aus, mein Herz und suche Freud – in dieser lieben Sommerzeit!“

Paul Gerhardt dichtet nicht: „Alles ist gut, genießt es.“, sondern er fordert uns auf, ja fordert uns nahezu heraus, uns auf den Weg zu machen und die Freude zu suchen.

Ich tue mich mit dem Suchen so manchmal schwer – das merke ich, wenn ich mal wieder meinen Kalender oder Schlüssel suche, aber aller spätestens merke ich das jedes Jahr zu Ostern.
Wo soll ich nur anfangen zu suchen?

Da lässt uns Paul Gerhardt zum Glück nicht im Regen stehen, sondern gibt uns netterweise Tipps, wie ein „da ist es warm – hier eher kalt“ bei der Osternestersuche.

„Schau an der schönen Gärten Zier und siehe,
wie sie mir und dir sich ausgeschmücket haben.
Die Bäume stehen voller Laub, das Erdreich
decket seinen Staub mit einem grünen Kleide.
Des süßen Weinstocks starker Saft bringt täglich neue Stärk und Kraft.
Der Weizen wächset mit Gewalt, darüber jauchzet jung und alt.“

Ich könnte so noch sehr lange fortfahren, das Lied hat schließlich 15 Strophen.

Doch worum es mir geht, beschreibt neben Paul Gerhardt der Monatsspruch für den Monat Juli besonders gut: „Gott ist nicht ferne von einem jeden unter uns. Denn in ihm leben, weben und sind wir.“ Apg 17,27

Gott ist nicht fern – und das wird uns Tag für Tag immer wieder gezeigt – wir müssen uns dafür nur die Augen öffnen lassen.

So kann ich für uns alle nur mit den Worten von Paul Gerhardt für diese Sommermonate bitten:

„Hilf uns und segne unsern Geist mit Segen, der vom Himmel fleußt, dass wir dir stetig blühen; gib, dass der Sommer deiner Gnad in unsrer Seele früh und spat viel Glaubensfrüchte ziehe, viel Glaubensfrüchte ziehe.“

Ihr Kantor Ric Reinhold


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