Adventsandacht von Andreas Heydrich

Liebe Leserinnen, liebe Leser,
wenn ich an die Weihnachtsbotschaft denke, erinnere ich mich immer an meine Zeit in der Backstube. Ich habe die Arbeit geliebt und vor allem in der Weihnachtszeit, wo neben Brot, Brötchen und Kuchen etc. noch Weihnachtsstollen, Plätzchen und Lebkuchen dazukommen. Aber nicht das Weihnachtsgebäck an sich erinnert mich, sondern ein ganz besonderes Gefühl. Wenn man nämlich ca. 01.00 Uhr anfängt zu arbeiten, dann versucht man sich z.B. mit Kaffee wach zu halten. Das funktioniert mal besser und mal schlechter. Wenn dann aber draußen die Sonne aufgeht, wenn das natürliche Licht durch die Scheiben kommt, setzt eine ganz neue Wachheit ein, die belebend wirkt und das Gemüt aufhellt. Ich habe während meiner Arbeit oft auf diesen Moment gewartet. Ich stelle mir vor, dass es Simeon, der im Monatsspruch für Dezember zu Wort kommt, so ähnlich geht.

„denn meine Augen haben deinen Heiland gesehen, das
Heil, das du bereitet hast vor allen Völkern,...!“

Lukas 2,30-31

Man rechnete damals im Volk Israel seit langer Zeit nicht mehr damit, dass sich Gott noch einmal zu Wort melden würde. Simeon war einer, der noch wartete, mittlerweile im hohen Alter. Und da erkennt er im Säugling eines jungen Elternpaares, die in den Tempel kommen, den Heiland Gottes. Den, der einmal Licht ins Dunkel bringt, der selbst das Licht sein wird. Nicht nur für Israel, sondern für alle Menschen auf der Erde. Simeon reicht dieser Ausblick, um sich zu freuen, andere dürfen es später hautnah erleben. Auch für uns ist Jesus als dieses Licht gekommen, nicht für Insider oder Spezialisten, sondern um jedem Menschen echtes, ewiges Leben zu schenken, der sich ihm anvertraut.

Vielleicht erleben Sie in der kommenden Zeit so einen Sonnenaufgangsmoment, dann denken Sie vielleicht daran, dass Jesus als der Retter gekommen ist, gerade für sie.

Prediger Andreas Heydrich

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Prediger Andreas Heydrich
1. Dezember 2023
Prediger Andreas Heydrich
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