Ortskirchenratsrüste im Februar

Schön war’s. Die OKR-Fahrt ins St.-Wenzeslaus-Stift bei Görlitz beginnt still: Nebel, Februargrau, kaum Sicht. Dann das große Anwesen, das Parkplatzschild, SPB – ich bin da. Ein wenig aufgeregt frage ich mich, ob ich gut aufgenommen werde. Doch schon im Frühstücksraum werde ich freundlich begrüßt und eingeladen. Die Unsicherheit weicht schnell. Die Ortskirchenräte treffen sich, um Gemeinschaft zu stärken und den künftigen gemeinsamen Kirchrat vorzubereiten.

Unser Wochenendlied setzt den Ton: voller, schöner Gesang. Pfarrerin Jette Förster moderiert klug durch den Tag, die Hauptamtlichen stellen sich und ihre Arbeit vor. Jugendreferent Benjamin Rave erzählt von den „Bibeldiggers“, Kantor Ric Reinhold von der Vielfalt seines Dienstes, Gemeindepädagogin Kirsten Wolf von Glaubensentdeckern und Christenlehre. Dann bin ich dran: Famula Olga. Ich erzähle von meinen Diensten im Pflegeheim und meinem Theologiestudium mit dem Ziel, Pfarrerin zu werden. Gelacht. Geschafft.

Später geht es um Kirchenbriefe, Orte, Anliegen und Prioritäten. Ich spüre, wie tief die Menschen mit Kirche und Gemeinde verbunden sind. In Workshops üben wir, sicherer zu werden: Lesen im Gottesdienst, Gemeindewebseite, Andachten vorbereiten. Besonders bewegt mich das Priestertum aller Getauften: Segen erbitten, Bibel bedenken, selbst Andachten gestalten.

Am Abend feiern wir Andacht, empfangen ein Segensherz in die Hand und lachen später beim Spiel. Im Gottesdienst am Morgen hören wir von dem Jungen mit fast nüscht. Was wir geben, wird in Jesu Händen genug. Mein Herz ist weich. Ich fahre heim: willkommen, dankbar, gestärkt.

20. Februar 2026
Famula Olga Richert
Gemeindekirchenrat