Theaterstück 1935

Künstler Gunter Demnig und Bürgermeisterin Christine Herntier

Ausgebucht war der Saal 1 mit seinen 150 Sitzplätzen im Spremberger Kino. Nach dem bewegenden Vortrag des Künstlers Gunter Demnig und der Vorstellung vom Stolperstein-Theater stand das ganze Publikum mit tosendem Applaus. Auf der Bühne standen Menschen zwischen 7 und 77 Jahren, aus Deutschland und dem Nahen Osten, mit und ohne Religion. Im Publikum saß die Angehörige eines Kindermädchens, das einst in der jüdischen Familie Heimann-Levy arbeitete. Das Gehörte und Gesehene lässt sich kaum an einem Abend verarbeiten…

Das Theaterstück trägt den Titel 1935. Benannt ist es nach dem Jahr, von dem am Anfang der Nachfoschungen die Annahme herrschte, in diesem Jahr hätten die letzten Jüdinnen und Juden Spremberg verlassen - und es demnach auch keine Verfolgung während des NS-Regimes in Spremberg gegeben. Mindestens 25 Personen jüdischen Glaubens oder mit jüdischen Wurzeln lebten ab 1935 noch in Spremberg. Sie alle treten im Stück auf und erzählen ihre Geschichte. Vielleicht waren es noch weitaus mehr. Hoffentlich finden wir es eines Tages heraus. 

16. März 2026
Pfarrerin Jette Förster
AG Spurensuche